Brush Lettering: The life-changing magic of not giving a fuck

Die Lieblings-Tasse fällt aus dem Umzugskarton und zerbricht vor meinen Augen. Mit dem Rad den Farbeimer transportiert und kurz vor dem Ziel, direkt im Hauseingang der alten Wohnung kippt das Bike, Eimer fällt um und weiße Farbe spritzt über den ganzen Flur. Das wichtiges Teil für den Küchenaufbau im Baumarkt vergessen, alles verschiebt sich noch mehr nach hinten. Mal eben vor dem Frühstück Kaffee holen, dabei mit dem Bike eine falsche Bewegung machen, voll mit dem Kopf aufs Plaster knallen und leichte Gehirnerschütterung zuziehen. Alles passiert letzte Woche.

Fuck my life könnt ich da jetzt sagen. Meine Wut gegen das schlechteste Karma aller Zeit rauslassen und passiv-aggressiv durch den Alltag ärgern. Aber, hier kommt ein wichtiger Gedanke ins Spiel. Einen, den ich schon lange im Kopf habe, der aber von Luise ganz wunderbar auf den Punkt gebracht wurde wie ich selbst das nie hätte tun können. Sie sagt nämlich, dass man sich in solchen Arschloch-Situationen immer vor Augen halten muss:

Eigentlich könnt ich mich jetzt darüber aufregen. Aber viel lieber ist es mir egal.

So einfach und gleichzeitig so stark und wahr. Mir hilft dieser Gedanke ungemein: In all den Momenten, in denen ich starte mich tierisch zuärgern, versuche ich mir jetzt also bewusst zu machen, dass ich selbst die Macht besitze zu entscheiden wie sehr mich das jetzt runterzieht oder überhaupt beeinflussen darf. Am liebsten hätte ich nämlich theatralisch die Fäuste Richtung Himmel gerichtet und gegen mein Karma gewettert. Noch viel lieber über die Ungerechtigkeit vor Zorn geweint und alles hingeschmissen: “Das war’s mit dem Umzug, ich steig aus.”

Brushmeetspaper Brush Lettering Poster Wasserfarbe The Life-Changing Magic Of Not Giving A Fuck

Hab ich aber nicht gemacht. Es ist doch alles nicht so wild. Ich selbst kann entscheiden, dass mir das jetzt einfach mal egal ist. Dass es mir weder den Tag noch den aktuellen Moment versaut. Drüber stehen und das Herz nicht mit unnötigen Kleinkrams beschweren. Das Leben ist echt zu kurz.

The life-changing magic of not giving a fuck.

Die Tasse gibt es noch zu kaufen und vielleicht finde ich ja noch eine viel schönere. Farbe lässt sich aufwischen. Das Teil im Baumarkt hat mir eine kleine Radtour durch eine coole Gegend geführt, die ganz neu für mich war. Der Sturz mit dem Bike hat mir vor Augen geführt, wie krass hilfbereit die Leute in meinen neuen Viertel sind.

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Ach ja: Den Spruch heute habe ich nochmal lettern müssen, weil ich beim ersten Anlauf “live-changing” statt “life-changing” geschrieben habe. Hätte mich unheimlich drüber aufregen können, denn das Design war perfekt. Habe dann aber einfach beschlossen, dass es mir egal ist und nochmal losgelegt.

Brushmeetspaper Brush Lettering Poster Wasserfarbe The Life-Changing Magic Of Not Giving A FuckBilder: Brushmeetspaper

Comments (2)

  1. es gibt machmal Tage oder auch eine ganze Woche, da geht alles in die Hose

  2. Wie wahr. Zum Glück geht’s danach auch wieder aufwärts 🙂

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